Andreas's profile

Abonnements

Sortieren nach

Es gibt viele Menschen und Institutionen, die sich für die Erhaltung und Vermittlung von Kulturerbe engagieren. Man könnte die Plattform für sie öffnen; für alle, die frische Ideen brauchen! Sei es ein Ortsmuseum, das über einem neuen Ausstellungskonzept brütet, ein Verein, der neue Ideen für seine Vermittlungsarbeit braucht oder eine Gemeinde, die eine neue Nutzung für ihre verwaiste Kirche sucht. Kulturerbe für alle für alle!

Andreas Teuscher
von Andreas Teuscher
6 Stimmen
Comments 3
Andreas Teuscher

Wir haben es verlernt, Abschied zu nehmen. Gegenstände, Häuser usw. müssen stets auf dem neusten Stand sein, nichts darf Spuren der Zeit zeigen, nicht einmal mehr der Mensch. Wie auch der Mensch sollen Gebäude in Würde altern dürfen. Einige soll man sogar sterben lassen, statt sie aufzupäppeln und zu bewahren. Verfallene Balken, eingestürzte Dächer, bröckelnde Mauern … sie sollten Gegenpole zum grassierenden Erneuerungswahn setzen. Die Ruine ist etwas Unheimliches, Abgründiges,...

Paul Ott
von Paul Ott
1 Stimmen
Comments 0
Paul Ott

Der Ideenwettbewerb des Kulturerbejahres 2018 - eine grossartige Idee! Jede und jeder, ob gross oder klein, alt oder jung usw. kann mitmachen. Keine Idee geht verloren, die Sammlung wächst, wird selbst ein Kulturgut. Wer nicht alleine will, kann zusammen mit andern oder wiederum andere kommentieren und konstruktiv kritisieren. Wo gibt es schon ein solch breit abgestütztes Kulturverständnis ? Es möchte weiter wachsen, man spürt es. Ob diesmal schon alle von dieser Möglichkeit erfahren haben?...

Ideenlieferanten
von Ideenlieferanten
0 Punkte
Comments 18
Ideenlieferanten

Luzern hat die Kapellbrücke, Bern den Bärengraben und Genf den Jet d'eau. Andere Orte identifizieren sich gegen aussen mit - was eigentlich? Vorschläge für neue Wahrzeichen lösen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Identifikationsverständnis der Bewohner einer Gemeinde aus. Diese Diskussion betrifft auch den Umgang mit dem Kulturerbe eines Ortes. Deshalb: In jeder Gemeinde soll eine Schulklasse Vorschläge für ein neues Wahrzeichen für die betreffende Gemeinde machen.

Ulrich Suter
von Ulrich Suter
0 Punkte
Comments 9
Ulrich Suter

Ein Live-Projekt zur Bänkli-Kultur der Schweiz: 7 Bänkli werden ausgewählt - über die gesamte Schweiz verteilt  Eine Erklärungstafel mit einem QR-Code /Internetlink wird daran befestigt. Dieser führt zu einer speziellen Internet-Plattform. Dort kann a) eine Nachricht hinterlassen werden (= Eintragung in das Bänkli-Tagebuch des entsprechenden Bänkli) b) ein Gespräch begonnen werden. Mit wem?  b1)  Jederman kann " Bänkli abonnieren ": D.h. man erhält eine Push-Nachricht, wenn...

Renate Albrecher
von Renate Albrecher
0 Punkte
Comments 15
Renate Albrecher

Auch die Jüngsten sollen ihre Denkmaltage haben! Jahr für Jahr ermöglichen die Europäischen Tage des Denkmals einem erwachsenen Publikum Zutritt zu historisch bedeutenden Bauten und zeigen, welches Know-how und Engagement hinter deren Erhaltung steckt. Mindestens so wichtig ist es, die jungen Leute für das baukulturelle Erbe zu interessieren und in Diskussionen über dessen Sinn und Zweck zu verwickeln. Die Denkmaltage sollen darum verlängert und Führungen oder Workshops für Schulklassen...

Paula Borer
von Paula Borer
4.5 Punkte
Comments 9
Paula Borer

Unzählige schützenswerte Häuser stehen heute leer und zerfallen, weil sie an einer unglücklichen Beziehung mit ihrem Eigentümer leiden. Und zugleich finden viele Liebhaber alter Häuser kein passendes Angebot, weil der Markt nicht transparent ist und gängige Immobilienplattformen wie Homegate nur den Massenmarkt bedienen. Schaffen wir also eine Immobilien-Plattform und ermöglichen wir neue Liebesbeziehungen zwischen Haus und Eigentümer. Tinder oder Parship für die bedrohte Baukultur: So etwas...

Michèle Bless
von Michèle Bless
9 Punkte
Comments 40
Michèle Bless

Un projet de rénovation d'un monument, d'une place, d'un passage prend très souvent des années à se concrétiser. Et puis une fois celle-ci faite, une inauguration, un article ou deux dans la presse éventuellement puis plus rien. Les habitants, passants ne perçoivent pas toujours la valeur ajoutée du projet, le contexte historique, social, artistique. L'idée est de créer de petits films (de 2 à 4 minutes maximum, à voir) pour mettre en valeur la rénovation. Le dispositif sur place: un...

Christine Esseiva
von Christine Esseiva
0 Punkte
Comments 5
Christine Esseiva

Au sein du milieu scolaire, la population enfantine est le premier public à pouvoir être sensibilisé en matière de patrimoine. En axant - dans un premier temps - cet objectif sur les notions mémorielle et affective ( Quel est l'objet le plus ancien qui est dans ta chambre ? Que raconte cet objet ? Qui te l'as transmis ? etc. ), il est possible d'élargir progressivement la notion d'un patrimoine intime et familial à un patrimoine social et commun ( De la maison à l'école, quels sont les...

Stéphane Dubois-dit-Bonclaude
von Stéphane Dubois-dit-Bonclaude
3.8 Punkte
Comments 7
Stéphane Dubois-dit-Bonclaude

La nostra meta non è mai un luogo, ma piuttosto un nuovo modo di vedere le cose. (Henry Miller)   Questo progetto rappresenta una visione innovativa e propositiva di fronte ad una società multiculturale, capace di creare punti di incontro ma anche suscitare curiosità gli uni verso gli altri. G iocando con la parola in tedesco Fernweh , che non trova traduzione diretta in francese e in italiano, ma che racchiude la voglia di girovagare e di conoscere luoghi ancora inesplorati,...

Aixa Andreetta
von Aixa Andreetta
2.8 Punkte
Comments 12
Aixa Andreetta

culturAPP è un'applicazione software per dispositivi di tipo mobile, quali smartphone o tablet. è una GUIDA alla portata di tutti, per conoscere il patrimonio culturale, offrendo INFORMAZIONI, PERCORSI diversificati per le VARIE FASCE D'ETA' e abbinabili con itinerari per SCOPRIRE IL TERRITORIO circostante. L'app deve essere FACILE DA USARE, accessibile a TUTTI ed INTERATTIVA: puoi FOTOGRAFARE e CONDIVIDERE attivamente le esperienze con i tuoi amici e diffondere tu stesso IN PRIMA...

elena fioletti
von elena fioletti
0 Punkte
Comments 4
elena fioletti

Museen für Wohnkultur, Ratshäuser, Kirchen, Bibliotheken, Schlösser oder Klöster erweitern den öffentlich zugänglichen Bereich um ein "Escape the Room"-Spiel

Vera Scart
von Vera Scart
0 Punkte
Comments 14
Vera Scart

Man könnte eine breite Öffentlichkeit stärker für das Thema interessieren und sensibilisieren, indem man jedes Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, mit einem entsprechenden Schild versehen würde. Nach dem Prinzip der Eule, die zu Beginn eines jeden Naturschutzgebietes steht. Dadurch würden mehr Leute anfangen, über das Thema nachzudenken, da sie überhaupt erst erkennen würden, was alles unter Denkmalschutz steht und die Gebäude dadurch mehr schätzen würden.

Marie S.
von Marie S.
0 Punkte
Comments 7
Marie S.

Abonnierte Blogs

Verwenden Sie die Schaltfläche oben, um den Blog zu abonnieren oder das Abonnement abzumelden. Sie werden benachrichtigt, wenn neue Blogbeiträge erscheinen.

Abonnierte Blogbeiträge

Hier werden alle einzelnen Blogbeiträge aufgelistet, die Sie abonniert haben. Sie werden benachrichtigt, wenn Personen neue Kommentare veröffentlichen. Eine Abmeldung von diesem Blog über die Schaltfläche oben wird diese Abonnements nicht beeinflussen.

Das Fest / La fête / La festa

Veröffentlicht von Kulturerbe für alle vor 7 Monaten

Am 4. Mai hat die Jury im Schwellenmätteli in Bern die besten Ideen prämiert. Auf der Gästeliste standen alle, die beim Ideenwettbewerb mitgemacht haben.Dans une ambiance conviviale, quelque 200 participantes et participants ont fêté les lauréates et lauréats, échangé leurs points de vue sur le patrimoine culturel et élaboré des premiers plans pour le concours de projets. Il team di Patrimonio-per-tutti ringrazia di cuore tutti i presenti! 

Nina Mekacher

Nina Mekacher begrüsst die Gäste im Schwellenmätteli.

 

Isabelle Chassot

Allocution d’Isabelle Chassot, directrice de l’Office fédéral de la culture.

 

Isabelle Chassot

 «Ich wünsche mir, dass das Kulturerbejahr 2018 ein Jahr für Experimente wird.»

 

Andreas Teuscher & Jury

Andreas Teuscher stellt die anwesenden Jurymitglieder vor (v.l.n.r: Ivo Adam, Salomè Vogt, Charles Pictet, Dennis Lück).

 

And the winner is...

 Gewonnen haben...

 

Noémie Guignard

... Noémie Guignard avec Kaleidoscape - Voyage sonore – Audioerlebnis,

 

Renate Albrecher

... Renate Albrecher mit ÜberBrücken – ÜberMenschen,

 

Brigit Eriksson

... K'werk Zug (vertreten durch Brigit Eriksson) mit «Miini Schliichwägli» – Kinder erkunden ihre Stadt,

 

Olga K.

... Olga Konchenkova avec Lingua Bingo/Art/QR code/App,

 

Bruno Meier

 ... Bruno Meier mit Die Thermen von Baden: Der heisse Brunnen,

 

Michèle Bless

 ... Michèle Bless mit Neue Liebe für verlorene Häuser – Tinder für bedrohte Baukultur!...

 

Huber & von Lerber

 ... sowie Joachim Huber & Karin von Lerber mit Unser Fussabdruck als Bildungstouristen – Bildungshunger als Zerstörungspotential.

 

Bigler, Häne, Löw, Grau, Vaschetto

Dennis Lück gratuliert auch Patrick Bigler (Industriegeschichte mit Zukunft | Avenir patrimoine industriel), Jonas Häne (stellvertretend für Martina Löw, Zurück in die Zukunft) sowie Sébastien Grau & Camille Vaschetto (Toucher et expérimenter pour mieux comprendre l’art / Anfassen und Experimentieren, um Kunst besser zu verstehen).

 

Discokugel

Marie-José Wiedmer a elle aussi su convaincre le jury avec son idée intitulée  Patrimoine éphémère | Ephemeres Erbe. Comme elle n’a pas pu être présente à la fête, nous lui dédions cette boule à facettes.

 

Albrecher, Kunze, Elsasser

Sonderpreise für besonders aktive und konstruktive Teilnahme gingen an Philipp Kunze, Renate Albrecher, Kilian Elsasser und Gérard Genoud (nicht auf dem Bild).

 

Ms. Hyde

Dopo la premiazione, via alla musica, in compagnia del DJ Ms. Hyde…

 

Ein Glas Wein

... un bel bicchiere di vino...

 

Essen

 ... tante buone cose da mangiare...

 

Gespräche

 ... tra discorsi avvincenti e stimolanti.

 

Klein

 Auch die Kleinsten kamen auf ihre Kosten.

 

Crew

Erschöpft aber zufrieden: die Kulturerbe-für-alle-Crew nach einem langen Tag (Andreas Teuscher, Nina Mekacher und Linus Pfrunder). 

 

Ein Tänzchen

Zum Abschluss ein Tänzchen!

 

Alle Fotos: Matthias Käser, GIF: Andreas Teuscher

Par Renate Albrecher

Le « patrimoine immatériel » – qu’est-ce que c’est pour vous ? Vous en connaissez fort probablement la définition officielle. Vous connaissez sans doute également la liste du patrimoine immatériel de Suisse, avec actuellement env. 200 traditions vivantes inscrites. Et si tel est le cas, vous l’avez probablement déjà parcourue, en décomptant comme moi combien de ces traditions vivantes se sont inscrites au moins une fois dans votre vie. Ce faisant, je m’attendais à ce que mon taux de ces traditions déjà vécues corresponde à mon sentiment de « swissness ». Quelle déception ! Pourtant, j’ai le plaisir d’avoir passé maintenant presque un quart de ma vie en Suisse, j’y suis bien intégrée et m’intéresse à son patrimoine culturel, à ses habitants, à son organisation et à son fonctionnement. Qu’est-ce qui me permet donc de me sentir ici en Suisse « chez moi » et plus « chez eux », comme à mon arrivée ? Quel rôle joue le patrimoine immatériel quand on change de lieu de vie ?

Ayant vécu dans plusieurs pays, j’ai constaté que son propre positionnement dans une société est fortement influencé par l’accès qu’on a à une certaine « mémoire collective ». Cela détermine en effet le degré avec lequel on se sent être partie prenante d’un groupe, d’une société, d’une commune, d’un canton et d’un pays.

Tous les pays, cantons, sociétés ont leur propre appréhension du temps, avec d’autres interprétations des cycles et des fêtes de l’année. Même s’ils sont issus d’une même source, ils sont différemment vécus, nous imprègnent d’une autre mémoire collective. Ce sont ces traditions, ces fêtes et leurs interprétations et mythes qui nous guident le long de l’année et dans l’appropriation de notre espace de vie. Elles créent les petits plaisirs du quotidien et définissent les temps forts du calendrier et de nos existences. On s’oriente par rapport à elles et on s’y réfère – dans ses décisions et plannings, ses expressions, ses références culturelles et même dans son humour.

Un Matin de Pâques en Valais                                   Un sentier de randonnée près d'une bisse

     

Images: Renate Albrecher

C’est lorsque l’on ne peut pas partager des références à son propre patrimoine culturel avec son entourage que l’on commence à saisir l’importance de cette mémoire collective. Dans mon expérience, des « dates marquantes » du calendrier passaient – sans que les coutumes sociales correspondantes soient pratiquées. Pas de « Sternsinger » le 6 janvier, pas de rando publique le 26 octobre, plus de ces chants paisibles et harmonieux de ma patrie, qui illuminaient les courtes journées et longues nuits du temps de l’Avent, ni de Christkind qui aurait dû apporter le sapin décoré dans la soirée du 24 décembre – et pas avant.

Les allusions, les sous-entendus qui me brûlaient les lèvres – combien de fois ai-je dû les garder pour moi, car ils auraient impliqué la conscience du même cadre culturel – livres, chants, personnages, monuments, événements, etc. Sans connaissances partagées, ils perdent leur signification profonde.

Quand on ne peut plus partager ses traditions et interprétations avec autrui, un grand vide, un vacuum s’installe. On se sent seul, exclu, fragile. C’est dans son absence que la signification du patrimoine culturel se dévoile violemment à l’individu.

Mais, avec le temps et grâce au patrimoine culturel des pays habités, d’autres moments forts se sont inscrits dans ma vie. Comme ici, en Suisse, se rassembler dans sa commune en plein été pendant les vacances, allumer un feu et chanter ensemble. La première année, c’était excitant pour la sociologue en moi, mais encore sans résonance émotionnelle, sans accès à cette mémoire collective liée au 1er août. Par contre, j’ai fortement ressenti ceci : ceux qui connaissent, ceux qui savent, ils y célèbrent leur groupe, leurs convergences, leur devenir et leur être – consciemment ou pas.

Après plusieurs « Cantiques » et « Hymnes nationaux », partagés avec des amis, voisins, visages connus, cela commençait aussi à toucher une corde en moi. L’apéro et le verre de l’amitié, la soirée fondue ou raclette suivie d’une partie de jass sont devenus des temps forts d’amitié et de partage. Ils illuminent ainsi même la phase de l’année où la course du soleil laisse place à plus d’obscurité – tout comme cette belle tradition des « Fenêtres de l’Avent ».

    

Images: Wikimedia Commons                                  Wikimedia Commons

Le patrimoine culturel immatériel – c’est donc plus qu’une liste, plus que des mots pour moi. C’est ce qui nous permet de nous comprendre et de nous connecter avec autrui à travers le temps et l’espace. Ce patrimoine culturel, il s’exprime en points d’orientation durables, qui offrent l’occasion d’y revenir : soit dans le calendrier, soit sur la carte géographique. Il nous donne accès à une mémoire partagée, qui nous connecte aussi avec ceux qui étaient avant nous et ceux qui viendront après nous.

Ce patrimoine culturel, il laisse des traces dans nos vies, il crée même des liens à l’intérieur de notre propre biographie : revisiter un lieu particulier, réécouter et rechanter la même pièce musicale – cela fait ressurgir les souvenirs de la dernière fois, et ceux d’avant, etc. Cela nous permet de redécouvrir le connu avec un regard évolué. En vivant ces moments, nous partageons tous cette expérience forte de la présence du passé en parallèle avec l’évolution permanente. Cela est aussi rassurant, de ne pas vivre seul cette ambivalence.

C’est donc dans ces moments et émotions marquants, en ces « lieux » particuliers, que les souvenirs individuels et la mémoire d’un peuple s’attachent, perdurent et continuent à s’écrire. C’est dans ces moments et endroits que l’on peut rencontrer l’histoire d’un pays, son peuple, sa fierté, ses blessures et ses forces. C’est le partage de ces lieux et de ces moments qui nous permet d’apprendre à parler le « swiss ».

Von Martina Löw und Jonas Häne

In den letzten zwanzig Jahren erfuhr der Städtetourismus einen Boom. Mit den vielen Touristen ging ein Wirtschaftswachstum einher. Als Beispiel sei hier Barcelona genannt, welches sich in einer Wirtschaftskrise befand und dank dem Tourismuswachstum aufblühte. Der anfänglichen Euphorie folgte die Ernüchterung. Mit dem vermeintlichen Segen der Touristenströme verbunden war ein Hotelbau-  und Wohnungsaufwertungsboom, welcher die Boden- und Wohnungspreise steigen liess und zu einer Gentrifizierung der innenstädtischen Quartiere führte. Durch das Füllen der Innenstädte mit Touristen veränderte sich der Charakter der Quartiere. Die Einheimischen zogen in die Peripherie. Für viele Quartierläden und kleine Geschäfte wurden die Mieten zu teuer. Die Nahversorgung ging an Souvenirläden und grössere Ketten über. Dadurch ging auch das charakterbildende Alltagsleben verloren, welches gerade von Touristen gesucht wird. Was bleibt ist eine Art Disney-Land aus berühmten Kulissen, welche nicht mehr belebt sind. Auch am Beispiel von Venedig ist das gut zu erkennen; die italienische Kulturstaatssekretärin Ilaria Borletti erwog einen Eintrittspreis für die Altstadt von Venedig.

Gerade die drastische Massnahme eines Eintritts muss kritisch betrachtet werden, da sie sich auf den finanziellen Aspekt beschränkt. Interessierte Touristen mit einem kleineren Geldbeutel würden die Stadt weniger besuchen können. Eine gerechtere Lösung wäre zum Beispiel, ein Kontingent der monatlichen Anzahl an Touristen in Altstädten festzulegen. Die Festlegung dieses Kontingents sollte ein demokratischer Entscheid sein, bei dem die Bevölkerung ein Mitstimmrecht hat, ansonsten wird es von Lobbyisten verfälscht. Experten und Expertinnen der Stadtplanung, des Tourismus und der Politik sollten einbezogen werden. Das Kontingent könnte anhand der Infrastruktur und Grösse der Stadt mit Einbezug des Verhältnisses von Bewohner zu Tourist berechnet werden.

Ein solches Kontingent würde eine Steigerung der Wohnqualität der Bewohner mit sich bringen. Es wäre damit zu rechnen, dass die Einnahmen aus dem Tourismus zurückgehen. Allerdings wäre die Stadt attraktiver für Besucher und diese würden sich nicht nur auf gewisse Jahreszeiten beschränken, sondern auf das ganze Jahr verteilen.

Ein neueres Phänomen ist die Zweckentfremdung von Wohnraum als Besucherunterkunft. Es ist natürlich sinnvoll, dass dieser Raum permanent genutzt wird und nicht leer steht, wenn jemand im Urlaub ist. Verfügbarer Wohnraum sollte jedoch nicht ausschliesslich für die Unterbringung von Touristen dienen. Das Zweckentfremdungsverbot von Wohnraum, welches in Berlin 2014 in Kraft getreten ist, kann hier als Vorbild gesehen werden.

Um dem grundsätzlichen Problem der Gentrifizierung entgegenzuwirken, könnte man ein Gesetz schaffen, welches vorschreibt, dass zerstörter Wohnraum in einem Radius (von z.B. 500m oder im selben Quartier) ohne nennenswerte Mieterhöhung und Qualitäts- oder Bruttogeschossflächenverlust ersetzt werden muss. Damit könnte den Bewohnern des Quartiers der Erhalt ihres gewohnten Lebensumfeldes ermöglicht werden. Zusätzlich müssten Tourismusströme grossflächiger verteilt werden. Weniger bekannte Sehenswürdigkeiten könnten besser erschlossen und eventuell die Öffnungszeiten aneinander angepasst werden, damit die Besucher nicht nur die bekanntesten Orte aufsuchen.

In der Schweiz ist das Problem des übermässigen Tourismus auf Grund der Hochpreislage noch nicht so prekär, doch auch hier ist eine zunehmende Tendenz zu beobachten. Als Beispiel ist das Aussterben des lokalen Detailhandels wegen steigender Bodenpreise zu nennen. Wir empfinden es daher als wichtig, dass die Entwicklung des Städtetourismus in der Schweiz eng beobachtet wird und dass frühzeitig flankierende Massnahmen entwickelt werden. Er muss auf der Agenda von politischen Diskussionen bleiben und darf nicht ungeregelt dem freien Markt überlassen werden.

Parc Güell in Barcelona (Bildquelle: Wikimedia Commons)

 

Di Eva Carlevaro

Patrimonio per tutti! Così è stato denominato il concorso di idee indetto dall’Ufficio federale della cultura in occasione dell’anno europeo della cultura 2018.

Patrimonio per tutti! Patrimonio archeologico, patrimonio culturale immateriale, patrimonio mondiale!! Evviva! Lavorando in ambito culturale ed essendo socia di numerose associazioni attive nella tutela e nella salvaguardia del patrimonio culturale questa iniziativa mi rallegra! Nuove idee per apprezzare, comunicare e conoscere il nostro patrimonio sono sicuramente le benvenute. 

Tuttavia mi sorge una domanda… se esco dai miei “canali culturali” abituali e utilizzo la rete per vedere come viene recepito il patrimonio culturale in internet, cosa troverò? E soprattutto, ci sono differenze tra le varie regioni linguistiche?

Beh, facendo una breve ricerca su internet ho avuto una sorpresa. “Googelando” i termini patrimonio culturale e Svizzera, in italiano, mi appaiono 305'000 risultati, in tedesco Kulturerbe Schweiz è collegato a 281'000 siti, in francese patrimoine culturel e Suisse ne contrassegna ben 528'000 e in romancio si possono trovare 37'000 pagine internet. Quindi, se teniamo conto che il 63 % della popolazione in Svizzera parla tedesco, il 22 % parla francese, l’8 % italiano e lo 0,5 % parla romancio, ne risulta che i “romanci” e gli italofoni sono proporzionalmente più sensibili alla tematica del patrimonio culturale? Mi viene un dubbio e ripeto la ricerca su di un computer impostato sulla lingua tedesca, magari il mio computer “italofono” è di parte…e invece… anche in un browser “tedesco” il numero di siti trovati per lingua rimane più o meno invariato.

E quindi? Si tratta solo di una differenza di numero o i siti si distinguono anche per i contenuti? A prima vista sembrerebbe solo una questione di numero: in tutte le lingue il tema maggiormente trattato è l’anno della cultura 2018 e la partecipazione del nostro paese alla manifestazione (gli amministratori di questa pagina internet possono ritenersi soddisfatti). Un secondo indirizzo che appare in tutte le lingue è quello dell’Amministrazione federale e delle associazioni attive nella tutela del patrimonio culturale, in terza posizione troviamo il sito dell’Unesco. Guardando però un po’ più attentamente emergono alcune differenze che riguardano le tematiche trattate.

I romandi e i “romanci” sfruttano molto il marchio Unesco e quello del patrimonio culturale immateriale per pubblicizzare siti e percorsi turistici. Il riconoscimento viene utilizzato in maniera positiva dalle località turistiche per sottolineare l’importanza, l’interesse e il valore dei luoghi e per invogliare i possibili visitatori. Ma anche i gruppi locali che si occupano della protezione del patrimonio regionale appaiono fin dalle prime pagine della ricerca.

Le pagine in italiano presentano le stesse caratteristiche di quelle in francese e in romancio: tra i primi siti trovati appaiono quello dell’anno della cultura 2018, ma anche quelli di progetti di ricerca, enti e associazioni locali che operano nell’ambito della tutela del patrimonio culturale. A questi temi si aggiunge la problematica dei beni trafugati dall’Italia che arrivano in Svizzera per essere rivenduti.

E nei siti in tedesco? Accanto ai siti ufficiali menzionati sopra, ampio spazio viene dato alle notizie dell’attualità, per esempio al carnevale di Basilea da poco entrato a far parte della lista del patrimonio immateriale dell’Unesco. A differenza dei siti della Svizzera francese, però, sembra che il termine patrimonio culturale venga utilizzato meno attivamente dalle località per farsi conoscere, bisogna infatti sfogliare alcune pagine prima di trovarli e anche le associazioni e i gruppi locali sono meno in evidenza.

Certamente per ottenere dei risultati attendibili da questo tipo di ricerca bisognerebbe compiere uno studio più approfondito. È chiaro che i motivi che stanno alla base di queste differenze possono essere di svariata natura (il francese ad esempio è una delle lingue ufficiali dell’Unesco, questo potrebbe comportare l’elevato numero di siti internet in questa lingua, oppure questo divario potrebbe anche essere dovuto al logaritmo o ai filtri utilizzati dal motore di ricerca).

A conclusione della mia piccola statistica qualitativa, ben inteso, non quantitativa, mi accorgo che per la sensibilizzazione e la partecipazione alla tutela e alla valorizzazione del patrimonio culturale elvetico rimane ancora molto da fare. I siti internet che citano il patrimonio culturale svizzero e la loro frequenza presentano delle evidenti differenze e queste disuguaglianze dovrebbero far riflettere sul modo di utilizzare la rete per valorizzare il nostro patrimonio nelle varie regioni linguistiche.

 

Andreas Teuscher

Zürich, Switzerland

Der Community beigetreten am Mär 9, 2017

Bio Nach dem Gechichtsstudium an der Uni Zürich habe ich mich zunächst mit transalpinen und transhelvetischen Binnenschifffahrtsplänen befasst („Schweiz am Meer“). Die utopischen Wasserstrassen führten mich auf direktem Weg zur Raumplanung an der ETH, wo ich für die Ausstellung „Die Schweiz plant“ tief in die Planer-Archive eintauchte. Danach eröffnete mir das 100-jährige Jubiläum der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege Einblicke in die Kulturerbe-Szene, die mich seither nicht mehr loslässt.

Alter / âge / età
41-60

Reputations-Rangliste

Rang
n/v
Punkte
0
Share