Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Lehrgeldzahlen - Wissensvermittlung für traditionelle Handwerke hat einen Wert

von
Marcel und Maja Zbinden
Marcel und Maja Zbinden | vor 9 Monaten | in Ideenwettbewerb

Wissen ist heute kostenlos. Im Internet können tausende "How to" heruntergeladen werden. Doch das Fingerspitzengefühl, die Erfahrung, die vielen "Lehrplätze" die der Handwerker bezahlen musste um den optimalsten Prozess herauszufinden kann man nicht herunterladen, das muss man sich erarbeiten. 

Erfahrene Handwerker können mit diesem Erfahrungsschatz junge Neueinsteiger unterstützen und ihnen viele Umwege ersparen. Doch dies kann nicht kostenlos geschehen. Auch wenn heute der Grundsatz herrscht, das Wissen kostenlos ist. Früher hatte die Wissensvermittlung einen Wert, daraus der Begriff Lehrgeld zahlen. Ebenso in der Wirtschaft. Deshalb finden sich auch an jeder Ecke eine Marketingschule. 

Wie genau dies geschehen soll ist mir noch nicht klar. 

Philipp Kuntze vor 9 Monaten

dddDas wäre ja die

Marcel und Maja Zbinden vor 9 Monaten

Da hat was mit deinem Kommentar nicht geklappt....

Philipp Kuntze vor 9 Monaten

Bitte entschuldige, die Kommentarabgabe per Handy funktioniert nicht optimal.

Philipp Kuntze vor 9 Monaten

Deine Idee ist sehr spannend und hat punkto Handwerk eine sehr wichtigen Erkenntnis. Nicht in allen Branchen will man "how to" kostenlos. Auch teure Weiterbildungen werden, wenn man den Nutzen sieht, gerne besucht und bezahlt. Leider ist es im Handwerk anders. Denn warum soll jemand sich auf etwas weiterbilden, wenn er es anschliessend nur ganz selten und wenn überhaupt zwei mal braucht? Deshalb empfehle ich die Idee "Handwerk am Bau"

https://kulturerbefueralle.ch/post/493101

Hier müssen Architekten und Handwerker auch in diesem "how to"- Bereich wieder fit sein.

View all replies (3)

Renate Albrecher vor 9 Monaten

Ich hatte mal eine Projektidee, genau für so was - rund um ein Repair-Café, in dem entsprechende Kurse angeboten werden sollen und eine Wissensdatenbank erstellt wird.

Livio Zbinden vor 9 Monaten

Ich will auch mal ein guter Handwerker werden. Viel Geld verdienen ist nicht das wichtigste, Freude und Schpass ist viel besser

Philipp Kuntze vor 9 Monaten

Freude und Spass ist garantiert. Und auch viel Geld ist nicht ausgeschlossen. Ich kenne Handwerker/innen, denen geht es sehr gut!

Philipp Kuntze vor 9 Monaten

Zudem kann Einzigartiges erlebt werden.
Ich war zusammen mit der Basler Keramikerin Evelyne Schoenmann für den Pavillon Swiss an der Craft Biennale Cheongju 2017 in Korea zuständig. Auf 400m2 stellten wir die Arbeiten von 51 unterschiedlichen Handwerker/innen aus. Ein Stuckateur kam sogar nach Korea und machte einen Workshop. Was der erlebt hat war einzigartig!

Weitere Informationen:
http://pavilion-swiss.org/

Marcel und Maja Zbinden vor 9 Monaten

Das glaube ich. Unsere eingereichten Arbeiten waren der Jury leider nicht gut genug.

Philipp Kuntze vor 9 Monaten

Das Konzept des Pavilion Swiss war die Präsentation der reichhaltigen Schweizer Handwerkskultur. Entsprechend vielseitig mussten die verschiedenen Handwerke sein. So zeigten wir Scherenschnitte, Glasarbeiten, Bronzeguss, Drechslerarbeit, Intarsienarbeit, Keramik, Stuckaturen, Sgaffito, Stei- und Holzbildhauerobjekte etc. Mit dem Nachteil, dass wir vielen sehr guten Handwerkern/Handwerkerinnen absagen mussten. Als "nicht gut genug" würde ich dies nicht nennen.

Philipp Kuntze vor 9 Monaten

Uebrigens war der Pavilion Swiss, welcher fast eine halbe Million Besucher anzog, aus privater Initiative organisiert und umgesetzt worden. Mit kleinstem Budget und sehr grossem, teils ehrenamtlichen Engagements. Und auch Dank der grossen Hilfe von Korea....

Die Schweiz hat sich in Asien von der besten Seite präsentiert.

Hierzulande interessierte der vielbewunderte Auftritt kaum jemand, was ich als grosses Armutszeugnis für die so kulturelle Schweiz empfinde.

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