Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Erlebbare Stromgeschichten von welthistorischer Bedeutung - Der Energieweg am Rhein in Rheinfelden

von
Kurt Beretta
Kurt Beretta | vor 9 Monaten | in Ideenwettbewerb

 

Elektrischer Strom - eine Selbstverständlichkeit. Erst der bevorstehende Abbruch des alten Kraftwerkes Rheinfelden von 1898 führte zur Würdigung seiner welthistorischen Vorreiterrolle: Drehstrom ist heute Weltstandard, 50 Hz ist Standard in 4½ von 6 Kontinenten. Der erste Kraftwerkverbund Beznau-Rheinfelden wurde 1904 zum Startpunkt des europäischen Verbundnetzes.

Kraftwerk und Eisensteg mussten 2010 einem Neubau weichen. Am deutschen Ufer wurde eine Originalturbine erhalten, 2 neue Plattformen erinnern an Dolivo-Dobrowolsky (Drehstrom) und Rathenau (50 Hz). Posthum erhielt die Anlage die 146. IEEE-Milestone-Auszeichnung weltweit.

Ein neuer Steg steht vor dem Bau.

Auf Schweizer Seite ist ein Kredit für eine Aussichtsplattform zu Ehren C.E.L Brown (Transformator/Fernübertragung) und Agostino Nizzola (Kraftwerkverbund) bewilligt. Dort sollen die bahnbrechenden Leistungen für die breite Bevölkerung erlebbar gemacht werden.

Fachtechnische Hilfe und zusätzliche finanzielle Mittel sind nötig.

Bearbeitet am Mär 22, 2018 von Kurt Beretta

Kilian T. Elsasser vor 9 Monaten

Gehört auch in den Industriekultur-Atlas: https://kulturerbefueralle.ch/post/491231

Kurt Beretta vor 9 Monaten

Herzlichen Dank, Kilian, das freut uns sehr !

Cynthia Dunning Thierstein vor 9 Monaten

Etes-vous au courant de ce qui a été fait à la central hydraulique de Hagneck? la mise en valeur de la centrale était accompagnée par des mesures de re-naturalisation du paysage. Un vrai chef d'œuvre qui est devenu paysage de l'année2017

Kurt Beretta vor 9 Monaten

Danke für den Hinweis. Wie 1904 zwischen Beznau und Rheinfelden, hat Ing. Agostino Nizzola (Motor AG) 1907 zwischen Hagneck und den Kanderwerken Spiez einen weiteren Verbundbetrieb installiert und damit die Basis der BKW gelegt. Das jetzige Zusammengehen von Ökologie und Denkmalschutz mit Erhalt des historischen Maschinengebäudes von Hagneck ist absolut lobenswert. Im Falle von Rheinfelden war der Denkmalschutz der Ökologie unterlegen - trotz Unterstützung von ICOMOS und TICCIH -, mit dem Abbruch wurde ein potentielles industrielles Weltkulturerbe geopfert. Die Stromgeschichte von Rheinfelden muss nun auf andere Weise lebendig gemacht werden.

Cynthia Dunning Thierstein vor 9 Monaten

Danke für die interessante Erklärungen! Viel Gluck!

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Renate Albrecher vor 9 Monaten

Bei solchen Wegen die Bänkli nicht vergessen! Das könnte Teil von Projekten hier auf der Plattform sein (wie von Monika Schwentner, oder meine). Bänkli und Energie - das passt ja ganz gut zusammen! :-)

Kurt Beretta vor 9 Monaten

Ein wichtiger Aspekt, die Bänkli, wir werden daran denken. - Zu Ihrem Projekt „Über Brücken – über Menschen“ passt natürlich auch das ursprüngliche Hauptthema der IG pro Steg, die historische Kraftwerksbrücke zu erhalten. Ursprünglich Trägerin der Stromleitungen des ersten Kraftwerksverbundes, wurde sie zur Verbindung für die vielen Schweizer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur damals auf der deutschen Seite gelegenen Industrie. Bis zum Abbruch 2010 war der Steg Teil des beliebten und viel benützten Rheinuferrundweges. Dem Ziel der IG pro Steg, einen neuen Fussgänger- und Velosteg zu bekommen, sind wir schon sehr nahe ( www.ig-pro-steg.com ).

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