Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Kulturbon weckt Kulturerbe

von
Urs Meier
Urs Meier | vor 9 Monaten | in Ideenwettbewerb

Kulturerbe bezieht sich auf gesellschaftliche Phänomene mit individuellen Antworten.

Der Kulturbon ermöglicht Einzelpersonen, Familien, Gruppen, Schulen oder Firmen ihren Interessen entsprechend ein Kunst- oder Kulturprojekt - zu ihrem Kulturerbe - zu realisieren.

In Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden wird ihre Fragestellung in einen ästhetisch-dialogischen Forschungsprozess überführt. Dieser beginnt im Alltag, regt zum Sammeln, Gestalten und Schreiben an, ermöglicht neue Formen der Kommunikation und wechselt die Sichtweisen.

Prozess und Ergebnisse werden der Öffentlichkeit an Kulturorten der vier Sprachregionen präsentiert und diskutiert.

Kulturbon baut den Resonanzraum zwischen Kulturerbe, Kulturschaffenden und fragenden Individuen und regt zu einem partizipativ-konstruktiven Bildungsprozess an. Der Bon schafft den Individuen das Recht, in diesen Prozess einzusteigen.

Kulturbon organisiert Begegnung zwischen Menschen im Alltag, kulturellem Erbe und Kunstschaffenden.

 

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Bearbeitet am Mär 12, 2018 von Urs Meier

Paul Hollenstein vor 9 Monaten

Diese Idee könnte den Zugang zur "Kultur" ermöglichen. Zumindest das Verständnis dazu wecken..

Urs Meier vor 9 Monaten

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar.
Unsere ersten Erfahrung weisen genau das auf: Eine Sensibiltät für Kunst und Kultur, das Wecken schlummernder Ressourcen und die Erfahrung der Selbstwirksamkeit. Die forschende Haltung und die Dialoge mit Kunst- und Kulturschaffenden eröffent neue Sichtweisen, auch auf das Kulturerbe.

Renate Albrecher vor 9 Monaten

Es klingt interessant, diese Interaktion. Mir ist nicht ganz klar, woher der Kulturbon kommt (wer erstellt ihn, was genau verspricht er, wer finanziert - nicht als Name, sondern strukturell), und wie Einzelpersonen motiviert werden, diesen zu nutzen.

Urs Meier vor 8 Monaten

Der Schweizerische Verband Künste für Kinder und Jugendliche kkj hat im Mai 2013 einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben mit dem Ziel, disziplinübergreifende Bildungsformate zu entwickeln, die einen forschenden Umgang mit Kunst, Kultur und Wissenschaft ermöglichen sollen.
Mit dem Projekt Kulturbon haben wir einen Preis gewonnen. Der Kulturbon ermöglicht Lernenden aller Altersstufen, ihre Begabungen, Neigungen und Interessen, die im schulischen Umfeld weder geweckt noch angesprochen werden, zu entwickeln und zu realisieren. In dieser Zeit werden die Lernenden durch eine Expertin oder einen Experten aus Kunst, Kultur oder Wissenschaft begleitet.

Das Team Kulturbon begleitet die Schülerin/ den Schüler in allen Phasen des Projekts von der Idee zum Konzept, schafft eine Basis für eine Zusammenarbeit mit einem Experten/ einer Expertin, während der Durchführung und anschliessend bei der Vorbereitung der Präsentation.

Wir konnten den Kulturbon an verschiedenen Schulen vorstellen. Zwei Schulen (Sek I und Sek II) haben uns eingeladen, das Projekt mit ihnen zu realisieren. Die Schulen finanzieren also den Kulturbon. Aktuell beginnen neue Projekte an beiden Schulen.

Urs Hudritsch vor 8 Monaten

Wenn dies engagierte Amateure, Sachverständige und Geldmittel zusammenbringt, dann kann dies nur gut sein.

Urs Meier vor 8 Monaten

Das ist genau unsere Idee!

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