Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Das Schweizer Festtags-Erleben

von
Renate Albrecher
Renate Albrecher | vor 3 Monaten | in Ideenwettbewerb

Unser aller Jahreslauf wird durch Festtage strukturiert. Sie stehen im Kalender - federal, kantonal, kommunal, regional. Andere wiederum sind private Festtage, wie Geburtstage, oder sind anderen Erinnerungen an besonders wichtige Erlebnisse in einer Biographie gewidmet

Aber - was macht fuer die Schweizer einen Tag zu einem Festtag? Was machen Schweizer an solchen Tagen, und was machen sie, um solche Tagen speziell zu markieren? Welche Traditionen und Bräuche existieren, um einen dieser diversen Festtage zu begehen?

Angefangen beim hier und jetzt: Ein oeffentlicher Kalender, in den jeder  eintragen kann, wie er den entsprechenden Festtag begeht, und was davon für ihn Traditions-Charakter hat, also wenn möglich jedes Jahr wiederholt wird.

Dies kann anonym geschehen, soll aber geografisch und der Festtagsart zuordenbar sein. 

Es kann dies Aufzeichnungen aus früheren Zeiten gegenübergestellt werden, aus Literatur, Malerei, Biographien, etc. 

Ein Einblick in das breite Kulturerbe des Festtags

 

 

Kilian T. Elsasser vor 3 Monaten

Dei Jusos wollen die christlichen Feiertage abschaffen und neue Tradtionen entwickeln, was ihnen unbenommen sein soll. Diese Abschneiden der Kultur zeigt, dass die bestehenden Feiertage gestärkt werden sollte, deren Bedeutung wieder stärker ins Bewusstsein zurückgebracht werden könnten.

Renate Albrecher vor 3 Monaten

In dieser Idee geht es mir vor allem darum, wie ein Festtag im individuellen Leben gelebt wird. Die Frage an die Bevölkerung würde lauten, was der einzelne Mensch selbst macht, um einen Festtag als solchen zu gestalten - sei es ein Geburtstag, der 1. August, oder ein religiöser oder kantonaler Feiertag . Das kann von besonderer Kleidung bis zum Kochen/Essen bestimmte Mahlzeiten gehen - und darüber hinaus. Es gibt vermutlich fuer jede Art von Festtag gewissen individuelle Bräuche.

Kilian T. Elsasser vor 3 Monaten

Die meisten Personen wissen kaum mehr, wofür Ostern oder Pfingsten stehen.

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Das wird sich sicher auch daran zeigen, wie früher solche Tage gefeiert wurden im Unterschied dazu, wie heutzutage diese Tage begangen werden.

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Hans-Peter Bruder vor 3 Monaten

Festtage sind wenn zum Beispiel die Frauen/Männer ihre Festtagstracht anziehen und an einem Festanlass (zum Beispiel :am kantonalen Musiktag oder beim einem Trachtenfest, etc.) ihre Kantonstrachten anziehen. Das ist für mich Kulturerbe.

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Ja - das Sonntagsgewand, das Festgewand - und dann noch die Trachten als Steigerungsform. Diese sind ein besonders schönes und sichtbares Beispiel für das festliche Gestalten eines besonderen Tages! Und wenn dann dieser "Dress-Code" von vielen automatisch geteilt wird, gibt dies eine Eingebundenheit, eine Art von Geborgenheit, dass alle diese diesen Tag als etwas besonderes empfinden.

Erika Bruder vor 3 Monaten

Der erste August gehört ganz sicher zum Schweizer Festtags-Erleben dazu!
Natürli mit eme Bänkli!
Schweizer Landeshymne (Schweizerpsalm)
Erste Strophe
Trittst im Morgenrot daher,
Seh'ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Schön! Danke! Das gemeinsame Singen - das zeichnet ebenfalls viele Festtage aus. Und hat sich oft auf diese beschränkt!

Und Bänkli - die machen sowieso jeden Tag zu einem Festtag ;-) .. .zumindest die Zeit, die auf einem Bänkli verbracht wird, wird dadurch zu einer besonderen Zeit, einer Auszeit - so wie Fest auch Auszeit vom Alltag sind.

Mara Knorr vor 3 Monaten

Hoch interessant! Feste auf subjektiver Ebene zu analysieren und daraus ableiten, was eigentlich derzeit wirklich als Tradition gelebt wird, erkennbar ist. Die Menschen sind die Experten ihres Alltags, ihrer Wahl an Taditionen und Brauchtum. Nicht der Tourist-Guide, sondern der Einheimische, der in seinem individuellen Verhalten das ihn umgebende Wertesystem widerspiegelt!

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Vielen Dank für diesen Kommentar! Wir möchten gerne tatsächlich einen "bottom-up" Ansatz verfolgen. Er laesst auch zu, Veraenderungen zu registrieren und vermeidet, dass Kulturerbe zu rein touristischen Ereignissen umgestempelt wird, ohne Echo im Feiertagsgefuehl der Buerger.

Ada Ehrenfried vor 3 Monaten

Nicht der Anlass des Festes, sondern wie sie begangen werden, zeigen, was gefeiert wird! Gute Sicht auf diese Art von Tradition! Alles Gute!

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Vielen lieben Dank!

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