Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Sightseeing 2.0 - Ein etwas anderer Stadtführer

Einfach ein schönes und unbeschwertes Gefühl, auf Reisen zu gehen. Und trotzdem möchte man sich nicht immer ganz so fremd fühlen, sondern gerne die Dinge ein bisschen so machen und sehen, wie die Einheimischen.

Stellen Sie sich eine andere Art von 'Reiseführer' vor.

'Anders' bedeutet, dass nicht, wie üblich die grossen Monumente abgedruckt sind, zu denen man anschliessend kollektiv hintingelt, um das obligate Foto zu machen. Es sind die kleinen, persönlichen und alltäglichen Geschichten, die sich an jeder Strassenecke, bei der Eisdiele, an der Tramstation oder vor der Brocki abspielen.    

Zücken sie dazu einfach ihr Handy, um zu erfahren was es in ihrer Nähe spannendes zu entdecken gibt...Und wenn sich kein tag in der Nähe befindet? Kein Problem! Möglicherweise haben sie selbst eine interessante Geschichte, mit der sie die Lücke füllen können. Orte könnten so einen 'persönlichen' Charakter bekommen, persönlich Erlebtes zum Erlebnis werden. 

Bearbeitet am Mär 23, 2018 von Vladimir Kostijal Claudio Gioiella

Linus Pfrunder vor 6 Monaten

Weg vom Bekannten und tausendfach fotografierten, hin zum kleinen, alltäglichen! So lernt man Orte oder Kulturen neu kennen. Aber wie könnte diese Karte dann funktionierten? Als App, je nach Stadt? Und wie könnte man die Menschen darauf aufmerksam machen?
Auf jeden Fall eine tolle Idee, über die ganz alltäglichen Geschichten und Umgangsformen einen Zugang zu einer Stadt oder einem Ort zu finden.

Vladimir Kostijal Claudio Gioiella vor 6 Monaten

Lieber Linus, vielen Danke für Deine Anregungen. Genau, das Besondere liegt doch oft im Kleinen, scheinbar Unbedeutenden. Erinnerungen und persönliche Erlebnisse prägen unsere räumliche Umgebung oft genauso stark wie grosse Gebäude und Bauten. Wir dachten zunächst auch an eine Art interaktive App, ähnlich wie 'Geocatching', nur wäre hier Erlebtes, Alltägliches und Persönliches der 'Schatz', der zu finden ist. Durch diese Geschichten würde man einerseits dem eigenen Charakter eines Ortes näher kommen, gleichzeitig aber auch die Kluft zwischen dem Fremden und Eigenen verringern.
Wie wäre es mit einem Velo, einem Anhänger, Campingkocher und Kaffeekanne durch den Ort zu radeln und dabei Menschen und ihre alltäglichen Geschichten kennenzulernen.

Cynthia Dunning Thierstein vor 6 Monaten

Und daraus sollte man eine Ausstellung organisieren! Gutes Gelingen!

Vladimir Kostijal Claudio Gioiella vor 6 Monaten

Wunderbare Idee und vielen Dank!

Frank Calberg vor 6 Monaten

Interessante Idee. Beim Lesen der Idee kam mir diese Ergänzung in den Sinn: Bei Stadtführungen / geführten Rundgängen in einer Stadt / "guided Tours" etc., wie wäre es den Fokus auf das Gespräch zwischen Teilnehmenden zu legen? In dieser Verbindung könnte die Person, die die Stadtführung / den Rundgang / die Tour macht, vor Allem darauf fokussieren Fragen zu stellen / Gespräche zwischen Menschen zu moderieren. Mit Hilfe von sozialen Medien könnte das Innovation der Stadt vorantreiben. Mit anderen Worten: Lernen wir von Besuchern / Gästen, die eine Stadt besuchen, und nutzen wir die Inputs / Ideen / Erfahrungen, die sie an uns kommunizieren, um die Stadt zu erneuern.

Vladimir Kostijal Claudio Gioiella vor 6 Monaten

Ein sehr interessanter Ansatz. Möglicherweise könnte man dem betreffenden Beitrag eine Kommentarfunktion beifügen? So könnte beispielsweise ein fruchtbarer Austausch stattfinden. Darüber hinaus war es uns von Anfang an ein zentrales Anliegen, dass jedermann teilnehmen kann. Je mehr Personen bei dem Projekt mitmachen, desto abwechslungsreicher und kreativer werden die Inhalte, da die gewohnte Umgebung plötzlich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird.

Paul Hollenstein vor 6 Monaten

Gute Idee und fast identisch mit „Mein Lieblingsort“, jedenfalls spannend und sehr persönlich

Renate Albrecher vor 6 Monaten

Diese Idee - hin zu persönlichen, authentischem Erleben statt zu sterilen "Highlights" ist ganz im touristischen Trend.
Der Verein Bankkultur hat mit der Applikation www.bankgeheimnisse.ch genau das im Sinne. Bei jedem Bänkli - und davon gibt es ja viele, aber trotzdem nicht zu viele - werden im virtuellen "Bänkli-Buch" diese Geschichten erzählt. Das muss nicht immer eine Bänkli-Geschichte sein, das kann etwas betreffen, was man vom Bänkli aus sieht, etc.

Auch Wiki-Speicher hat eine tolle Plattform dafür - noch näher an Ihrer Idee als die Bankgeheimnisse.

Peter Abegglen vor 6 Monaten

Danke für den Hinweis auf wikispeicher.ch (Idee: Materielles und immaterielles Kulturerbe verbinden). Zu wikispeicher gehören auch Stelen im Dorf, von denen aus besondere Gebäude im Fokus stehen. Auf diesen Stelen ist nebst einem Kurztext ein QR-Code angebracht, welcher direkt zu weiteren Infos auf wikispeicher führt. Dies als Möglichkeit einer einfachen, technischen Lösung

Peter Wolf vor 6 Monaten

Schöne Idee. gerade für die wweniger mit Highlihgts gesäten Regionen. Vielleicht auch für Limmattal: https://kulturerbefueralle.ch/post/473218

Vladimir Kostijal Claudio Gioiella vor 6 Monaten

Mit Sicherheit. Die Idee zielt dezidiert darauf ab den urbanen, wie ländlichen Raum abseits der grossen und bekannten Monumente auf eine zeitgemässe Art und Weise kulturell erfahrbar zu machen. Und dieser Grundsatz inkludiert unserem Verständnis nach per se alle Landesregionen.

Kulturerbe für alle vor 5 Monaten

Diese Idee ist zur nächsten Phase fortgeschritten
Publikumswahl

Andreas Teuscher vor 5 Monaten

Diese Idee ist zur aktuellen Phase fortgeschritten

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