Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Trockensteinmauern renovieren /erhalten

von
Paul Hollenstein
Paul Hollenstein | vor 3 Monaten | in Ideenwettbewerb

In unseren Südtälern existieren viele, z.T. jahrhunderte alte Trockensteinmauern. Sie gehören zum kulturellen Erbe vergangener Generationen. Sie zeugen aber auch von einer hohen Kunstfertigkeit der Erbauer. Leider zerfallen diese Kunstwerke wegen der intensiven, maschinellen Nutzung in der Landwirtschaft  oder sie werden schlicht und einfach zerstört und abgetragen.

Diese Mauern sind Lebensraum vieler Lebewesen wie Schlangen, Eidechsen, Lurche, Wildbienen usw. Sie sind aber auch Verstecke für Liebesbriefe, Schlüssel von Alphütten und bergen sonst noch viele Geheimnisse. 

Mit dem Schutz und Erhalt dieser kleinen Oasen verschönern wir die Landschaft und schützen Lebensraum und biologische Vielfalt. Dies wiederum bringt uns bessere Lebensqualität.

Eine lohnende Investition für kommende Generationen.

Bearbeitet am Mär 17, 2018 von Paul Hollenstein

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Sie sind auch für den Wanderer eine Freude, diese Trockensteinmauern, zeugen von Engagement für und Pflege der Landschaft.
Gab es da nicht auch einmal ein Projekt der Wanderwege, um diese zu dokumentieren?

Philipp Kuntze vor 3 Monaten

Das kann ich nur unterstützen, denn auch für den Bau einer Trockensteinmauer braucht es sehr viel Handwerks-Knowhow. Das können nicht mehr viele und gilt es unbedingt zu schützen. Und wie auf dem Bild gut ersichtlich um unendliches schöner (sowie ökologischer) als eine Betonmauer....

Paul Hollenstein vor 3 Monaten

unendlich schöner

Sébastien Grau vor 3 Monaten

Un très beau projet qui mêle sauvegarde du paysage, transmission de savoir-faire et préservation de biotopes ! Comme l’explique Philipp Kuntze, la construction et la restauration de ces murs en pierre sèche requièrent des gestes précis. On pourrait imaginer des ateliers pratiques dans lesquels des professionnels enseigneraient les techniques fondamentales aux personnes qui vivent à proximité de ces murs.

Paul Hollenstein vor 3 Monaten

Merci beaucoup

Cynthia Dunning Thierstein vor 3 Monaten

Le résultat positif de la restauration des murs en pierre sèche peut se voir actuellement sur les coteaux et vignobles du lac de Bienne.

Paul Hollenstein vor 3 Monaten

Hallo Cynthia, diese Mauer oberhalb Ligerz habe ich letzten Herbst gesehen und bewundert. Hier haben Weinbauern wohl das notwendige Geld, neue Mauern zu erstellen. Aber für die alten, langsam in Zerfallen begriffenen Mauern z.B. im Puschlav fehlt leider das Geld..

Cynthia Dunning Thierstein vor 3 Monaten

Geld war Auch ein Problem hier. Verschiedene Vereine und Stiftungen haben aber dabei geholfen. Deshalb sind die Vereine in unsere gesellschaft wichtig und müssen unterstützt werden: https://kulturerbefueralle.ch/post/496300

View all replies (2)

Ingrid Schmidt vor 3 Monaten

Eine super Idee. Das Bewußtsein fehlt total, ich mußte
mit ansehen, wie man In Genf eine solche Mauer zerstört hatte.

Paul Hollenstein vor 3 Monaten

Das ist eben sehr schade, leider aber Alltag...

I. Schauer vor 3 Monaten

Solche Trockenmauern oder Teile davon, z.B. mit einer Sitzgelegenheit oder einem Trinkwasserbrunnen darin oder daran liessen sich überall gut mit in die Umgebungsgestaltung integrieren, vgl. https://kulturerbefueralle.ch/post/504966

Martina Löw vor 3 Monaten

In diesem Kontext der Link zu einer Dokumentation die Zeigt, wie man in Mallorca dieses Problem angeht.

https://www.youtube.com/watch?v=3CCBKVyI_JY

Urs Peter H. vor 3 Monaten

Am Bielersee haben sich Gemeinden und Winzer die Mühe gemacht, solche zu erhalten.

Paul Hollenstein vor 3 Monaten

Ja, die habe ich gesehen zwischen Twann und Ligerz, wunderschön gemacht.
Nur ist hier eher das Geld vorhanden als wie im Val Poschiavo und anderen Südtälern, wo Ziegen und Kühe mit Heu von diesen Terrassenwiesen versorgt werden. Der Ertrag aus dieser Berglandwirtschaft ist so klein, dass für die Mauern nichts mehr übrig bleibt und sie reihenweise zerfallen, und mit ihnen ein Stück Geschichte.

Monika Schwentner vor 3 Monaten

Lieber Paul Hollenstein
Ja!! Das sind doch auch wieder Orte, wo ein Kunstbänkli ev. gar Interaktiv, aufwerten, attraktiver und auch auffindbar machen könnte. Mit einer Bänklikarte von Renate Albrecher, wäre das der totale Hit.
Schau doch auch mal bei mir rein, ich würde mich sehr über ein LIKE freuen.
Herzlichst
Monika mit dä CHILLY

Kulturerbe für alle vor 2 Monaten

Diese Idee ist zur nächsten Phase fortgeschritten
Publikumswahl

Andreas Teuscher vor 2 Monaten

Diese Idee ist zur aktuellen Phase fortgeschritten

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