Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Büro für Dorfgeschichten - Sammlung persönlicher „Nebensächlichkeiten“

26 Rechen aber keine Geschichten dazu!


In unserem Dorfmuseum stehen unzählige Objekte, die uns einen Einblick in frühere Lebenswelten geben sollen. Sie zeugen von vergangenen Lebenskulturen und -weisen der Menschen. Oft aber fehlen die persönlichen Anekdoten, die mit diesen Dingen verknüpft waren uns sind. Erst eine Verbindung beider Komponenten macht Kulturgut jedoch emotional fühlbar und gehört unserer Meinung nach ins Museum. 


Leider können die Objekte nicht zu uns sprechen. Menschen hingegen schon. Jung und Alt, Gross und Klein, Arm und Reich. Nichts und niemand ist unbedeutend, jede ‚Nebensächlichkeit’ viel wert. In diesem Sinne möchten wir das Büro für jedermann öffnen und zugleich mit einem mobilen Büro auf die Menschen zugehen. Egal, ob an der Tramhaltestelle oder beim Recyceln. Die Geschichten schlummern überall und sollen in einem Dorfspeicher festgehalten werden, der als Herzstück des Projektes unsere kulturell vielfältige Gemeinde repräsentiert sowie unser Dorfmuseum ergänzt.

Bearbeitet am Mär 23, 2018 von Vladimir Kostijal Claudio Gioiella

Peter Abegglen vor 3 Monaten

Genau dasselbe möchte unser wiki, nur haben wir kein Dorfmuseum, aber ... Es hat trotzdem materielles Erbe wie Gebäude, Denkmäler, Kunstwerke etc. die mit Erinnerungen an Ereignisse , Menschenschicksale, Anekdoten verknüpft sind. Diese zu speichern ist für uns Programm, nur schon vom Dorfnamen her: Speicher (im Kanton A.Rh.). Einen Einblick gibt: www.wikispeicher.ch

Philipp Kuntze vor 3 Monaten

Gratulation, Herr Abegglen. wikispeicher.ch ist super spannend. Ich habe natürlich in der Suche "Handwerk" eingegeben und Ruedi Bruderer entdeckt. Super. Ich war letzten Herbst in Korea und habe dort zusammen mit Evelyne Schoenmann den Schweizer Pavilion kuriert. Mit im Gepäck waren einige Trauffer Holzschnitzkühe, welche ich an verschiedene Koreaner verschenkt habe. Die leuchtenden Augen werde ich nie vergessen!

Vladimir Kostijal Claudio Gioiella vor 3 Monaten

Da können wir Herr Kuntze nur beipflichten. Die Inhalte auf dem wikispeicher sind eine wirkliche Bereicherung, zumal es verschiedene Medien miteinander kombiniert. Etwas ähnliches haben wir uns auch für unser Projekt im Rahmen unserer Website vorgestellt.

Wir sind überdies der festen Überzeugung, dass die Geschichten vielerorts schlummern! Nur das Museum als Fundus für Geschichten heranzuziehen war nie unser Vorhaben. Ganz in Ihrem Sinne fokussierten wir uns von Anfang an auf die gesamte Gemeinde, wobei die Frage latent mitschwingt, ob Geschichten überhaupt geografische Grenzen kennen. Gleichwohl war das Museum für unser Anliegen so zu sagen der Ausgangspunkt zumal wir in der täglichen Praxis immer wieder mit dieser Thematik konfrontiert wurden und werden. Ferner könnte es mit einer Art zentralem Speicher ebenfalls Ort der Vermittlung besagter Geschichten werden.

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Philipp Kuntze vor 3 Monaten

Das ist eine tolle Idee. Wichtig finde ich auch, dass das Wissen aus den Geschichten für die Zukunft genutzt werden kann. Ihr Beispiel mit den Rechen war bei mir schon einige Male bei den Werkzeugen passiert. Was hat man damals damit gemacht und wie könnte man diese Idee weiterentwickeln. Viel Wissen, wie in meinem Fall über das Handwerk, geht so verloren und kann mir Ihrer Idee weitergegeben werden.

Vladimir Kostijal Claudio Gioiella vor 3 Monaten

Auch in unserem Dorfmuseum spielt das Handwerk eine zentrale Rolle. So befinden sich in unseren Ausstellungsräumlichkeiten beispielsweise Teile der letzten Küferwerkstatt, die in der Gemeinde tätig war. Zusammen mit dem Rebbaumuseum, welches unser Museum ebenfalls beheimatet, sind dies einige der letzten Überbleibsel eines Wirtschaftszweiges, welcher lange Zeit prägend für unser Dorf war. Von dieser Vergangenheit zeugt im heutigen Dorfbild jedoch nicht mehr viel. Somit ist genau das Szenario eingetreten, dass Sie beschreiben. Zusammen mit den Betrieben gehen leider peu à peu auch die Tradition und das Wissen um diese (und andere) Handwerkskunst verloren. Um diesem Verlust entgegenzuwirken, veranstalten wir seit geraumer Zeit jährlich einen Handwerkertag, an welchem Fachleute ihr Handwerk den Besuchern näher bringen bzw. bei welchem die Besucher aktiv mitarbeiten können. Diese praxisnahe Vermittlung ist unserer Meinung nach ein möglicher Weg, um diese schönen Tätigkeiten wieder erfahrbar zu machen.

Paul Hollenstein vor 3 Monaten

Gute Idee, denn was kann uns eine jahrhundertalte Bibel erzählen über den Besitzer.
Hier nachzuforschen zu können bringt dem Objekt grossen Mehrwert

Vladimir Kostijal Claudio Gioiella vor 3 Monaten

Genau. Es bringt jedoch nicht nur dem Objekt grossen Mehrwert, sondern in unserem Fall auch den Besuchern. Denn Exponate sind viel besser erfahrbar, wenn sie mit persönlichen Anekdoten verknüpft sind.

Kulturerbe für alle vor 2 Monaten

Diese Idee ist zur nächsten Phase fortgeschritten
Publikumswahl

Andreas Teuscher vor 2 Monaten

Diese Idee ist zur aktuellen Phase fortgeschritten

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