Kulturerbe für alle/Patrimoine pour tous/Patrimonio per tutti

Lebendige Tradition der Integration

von
Renate Albrecher
Renate Albrecher | vor 5 Monaten | in Ideenwettbewerb

Die Schweiz ist Meister der Integration - von 4 Sprachen und Kulturen innerhalb eines Landes.

Und wie sieht das mit der Kultur/Tradition der Integration der Einflüsse von außen aus?

Der Gotthard brachte von Anfang an Import, Integration von Neuem - Musik, Architektur fanden ihren Weg über den Pass und hinterließen Spuren.

Seit Jahrhunderten kommen Ausländer in die Schweiz.Um anschließend wieder zu gehen, oder um zu bleiben. Schweizer gingen ins Ausland - und kamen wieder zurück. Beide Gruppen brachten Neuerungen - die erfolgreich integriert wurden und auch zur Identitätsbildung beitrugen/beitragen.

So wurde das Schifahren importiert. Die Bedeutung der Berge änderte sich von Mühe und Gefahr auf Freizeit und Erholung. Man adaptierte die  Infrastruktur für Gäste: Sitzbänke, Bergwege, Wegweiser, etc.

Steckt nicht in jedem Kulturerbe auch ein Einfluss von "außen" - Der die Schweiz nach außen verortet und nach innen zusammenhält? 

Auf Spurensuche des Verbindenden mit dem Anderem im Eigenen ..

Bearbeitet am Mär 14, 2018 von Renate Albrecher

Renate Albrecher vor 5 Monaten


Eine kleine Anekdote: Außerhalb der Schweiz kursiert folgendes Gerücht über die Schweiz: Es dauere im Schnitt 5 Jahre, bis man in der Schweiz angekommen sei. Wie man wüsste, wenn es denn so weit ist? Der grosse Moment ist gekommen, wenn man einmal bei echten Schweizern daheim in deren eigenen Haushalt eingeladen sei....

Elinat vor 4 Monaten

Grins ! Kann das jemand bestätigen? Da sehe ich eine schöne Verbindung zu einer der Ideen über Stereotypen und Klischees!

Renate Albrecher vor 4 Monaten

Das könnte ein Teil des Projektes sein - Stereotype und solche Klischees auf deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen .. qualitative und quantitative Studien heranziehen .. neue und schon abgehaltene .. Kunstprojekte etc.

Frank Calberg vor 3 Monaten

Sehr interessante Idee. Von zwei Geschichten, welche ich von der Schweizerin Svenja Berger und dem Schweizer Peter Schiffbauer gehört habe, wurde ich tief beeindruckt - auf einer sehr positiven Weise. Die sehr persönlichen Geschichten von Svenja und Peter haben mir geholfen die Kultur / Kulturen der Schweiz besser zu verstehen. Ich habe sehr geschätzt, dass Svenja und Peter diese Gesichten erzählt / geteilt haben. Zusätzlich ist es mir in dieser Verbindung in den Sinn gekommen, wie wichtig moderierte Events, moderierte Gesprächsübungen und social Media / Plattformen wie diese sind um uns zu helfen von einander zu lernen. Herzliche Grüsse. https://frankcalberg.blogspot.ch/2018/03/crea...ma-neugier.html

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Ist schon interessant, woher gewisse typische Verhalten kommen, welche Menschen aus anderer Sozialisation zuerst befremden. Wenn man aber versucht, sie zu verstehen, öffnen sie neue Sichtweisen auf interagieren in einer Gesellschaft.

So gibt es z.B. die Geschichte über Japaner, die zögern, einander nicht trösten oder in gewissen Situation helfen. Dies liegt aber nicht an mangelnder Hilfsbereitschaft, sondern darin, dass es sehr entwürdigend empfunden wird, weinend gesehen zu werden, bzw. weil eine grosse Dankbarkeitskultur vorherrscht: "Helfe ich Dir aufstehen, wenn Du hingefallen bist - dann fühlst Du Dich verpflichtet, mich zum Abendessen einladen." Etc. Um also andere nicht in diese Dankbarkeitsspirale zu drängen, wird dem anderen Platz gelassen, sein Leid mit Würde selbst zu überwinden.

Frank Calberg vor 3 Monaten

Danke vielmals, Renate, für dein interessantes und wertvolles Feedback. Es stimmt, habe ich auch erfahren, dass es Sichtweisen öffnen kann das Verhalten von Menschen zu verstehen. So habe ich z.B. erlebt, als ich über die Kultur Dänemarks reflektiert habe, dass sie weniger Diversität betreffend beispielsweise Sprachen und Religionen hat als wie ich es in der Schweiz erlebe. Und ich musste bei dieser Reflexion feststellen, dass ich mehr kritisch gegenüber der Kultur Dänemarks, wo ich geboren und aufgewachsen bin, wurde. Ich denke, dieser Denkprozess ist grundsätzlich gesund, weil er - wie du korrekt erwähnst - Sichtweisen öffnen kann. Gewisse Aspekte der dänischen Kultur lernte ich dabei klarer und tiefer zu sehen.

Die Geschichte, welche du über Japaner erzählst, ist für mich relativ neue Information. Der letzte Satz deines Beitrages "Um also andere nicht in diese Dankbarkeitsspirale zu drängen, wird dem anderen Platz gelassen, sein Leid mit Würde selbst zu überwinden" war für mich besonders beeindruckend zu lesen. Könntest du mir bitte erzählen, wie du zu dieser Information gekommen bist, und was du darüber denkst? Danke vielmals im Voraus.

Als ich über Japan recherchiert habe, habe ich Folgendes gelernt: https://issuu.com/frankcalberg/docs/japan

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Ich habe auch einige Zeit in Dänemark gewohnt - und war fasziniert von dem, was mir als Zugezogene und Weiterziehende da zugänglich war!

Zu Japan: Sehr anschaulich in Amélie Nothomb, Stupeur et tremblements; Auch die Bücher von Haruki Murakami gehen darauf ein - ich glaub es war ganz konkret in Naokos Lächeln erwähnt.
Auch div. Artikel und Filme über die Japanische Kultur haben diesen für uns oft nicht sofort eingänglichen Zugang zu Würde und Dankbarkeit immer wieder bestätigt. Und nicht zuletzt meine Auseinandersetzung in Praxis und Theorie mit Aikido und Iai-do :-)
Aber wie gesagt - es ist ja nicht, dass sie nicht helfen - aber es ist ihnen bewusst, das das den anderen dann zu Dankbarkeit verpflichtet . Die Japanische Kultur ist stark codiert und subtil. Gegenüber uns "Gaijin", die durch Japan reisen, ist die Hilfsbereitschaft unglaublich hoch - aussergewöhnlich aufmerksam und "serviable"!

Frank Calberg vor 3 Monaten

Sehr interessant und hilfreich. Danke.

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Gérard Genoud vor 5 Monaten

Enfant je ne mangeais jamais de la pizza simplement parce que celle-ci n'existait pas en Suisse. Aujourd'hui je connais la pizza, je différencie même celle faite par un ressortissant /e italien/ne et paradoxalement je me sens plus Suisse d'avoir rencontré la pizza et de n'avoir pas à défendre la fondue. La Suisse malgré le mythe de Guillaume Tell est née de rapports d'exclusion ou d'inclusion face à l'étranger. En fait l'étranger c'est qui ? Celui qu'on définit comme n'étant pas même que soi car son histoire se traduit en mettant en évidence des différences, mais les différences sont-elles pas compliquées à intégrer car elles nous obligent à redéfinir ce qui fait le commun. Chaque votation en Suisse remet au centre le risque de la cassure mythique de l'unité via le Röstigraben. Peut-être qu'ici dans la manière dont la Suisse s'est crée on a un peu plus conscience de précarité des acquis, ayant eu l'avantage de la négociation avec l'étranger pour des droits de passage, etc..

Renate Albrecher vor 5 Monaten

Merci pour cette contribution très intéressant!
Les mythes, les origins .. des mots, mais qu'est-ce qui est derriere ces mots? Quels sont les faits, qu'est-ce qui est vraiment que helvétique, et qu'est-ce qu'il y a était importé et constitue maintenant l'identité Suisse. Il faut aussi se poser les questions que vous mentionnez!

Hans-Peter Bruder vor 5 Monaten

Gepflogenheiten und Verhalten
Bei der Begrüssung schauen sich die Schweizerinnen und Schweizer in die Augen und die Hand wird fast immer geschüttelt. Es werden keine Unterschiede nach Geschlecht oder Herkunft gemacht. Jemandem nicht in die Augen zu schauen, wird als sehr unfreundlich empfunden.

Höflichkeit und Respekt sind für Schweizerinnen und Schweizer sehr wichtig. Damit das Leben miteinander funktioniert, hält man sich an die Vorschriften und Regeln.

Schweizerinnen und Schweizer legen auch Wert auf Ordnung und Pünktlichkeit. Wichtige Dokumente sollten Sie immer gut aufbewahren und an einen Termin oder eine Verabredung nie zu spät erscheinen.

Renate Albrecher vor 5 Monaten

Das Grüssen mit der Hand ist eine wunderbare Tradition! Interessant ist auch, dass der 3-fache Wangenkuss eine sehr weite Verbreitung hat. Hier ist jeder Gruss mit Nicht-Schweizern ein Moment der Verwirrung und des Small-Talk-Themas .. denn selbst die begruessungskuss-freundlichen Franzosen sind ob der Häufigkeit der möglichen Falschbewegung und deren Folgen mitunter verunsichert ;-)

Renate Albrecher vor 5 Monaten

Eine Frage in diesem Zusammenhang: Ist der dreifache Wangenkuss eine urschweizer Tradition oder eingeführt und valorisiert? Gibt es geographische Unterschiede oder soziale bei dessen Gebrauch?
Ich rufe hier User aus der Deutsch- und der Westschweiz, dem Tessin und wenn geht, Rätoromanen auf, um Ihre diesbezüglichen Beobachtungen zu teilen ...

Lächelnder See vor 5 Monaten

Die Zahl drei steht wie jede ungerade Zahl für eine Veränderung, ist also weniger statisch als die Zahl zwei. Wer einen dunklen Raum betritt und dreimal den Lichtschalter drückt, befindet sich in einem erleuchteten Raum. Umgekehrt gehts natürlich auch. Und selbstverständlich reicht es, den Schalter nur einmal, oder gar fünfmal zu drücken. Aber die Zahl drei ist halt in jedem Sinne eine wunderbare Sache, passt super zum Wangenkuss.

Renate Albrecher vor 5 Monaten

Wunderbare Begründung der "3"! :-)) ... D.h. übertragen auf den Lichtschalter: 3 x ändert den Zustand des Treffens - von off zu on: man hat sich vorher nicht gesehen - jetzt sieht man sich. Und von on zu off - man war zusammen und jetzt geht man auseinander.
1 würde das selbe tun (wie in Oesterreich), riskiert aber die Verflüchtigung des Moments, und 5 erhöht einfach zu sehr das Risiko von Frontal-Kollisionen :-) Und 2 zeigt, man will eigentlich keine Veränderung des Ist-Zustandes ;-))

Nina Mekacher vor 4 Monaten

Ah Mensch: so schön!!

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Olga K. vor 5 Monaten

Hallo Renate,
Ich habe gerade diese Seite. sieht interessant aus. die

http://lebendigetraditionen.ch/informationen/index.html?lang=de

Informationen werden auch in englischer Sprache dargestellt.

Renate Albrecher vor 5 Monaten

Danke, Olga?
Ja- das ist eine tolle Initiative, diese Liste! Sie erfasst, was sont schwer zu erfassen ist. Und wenn ich richtig verstanden habe, ist sie auch erweiterbar .. Das Kulturerbejahr wird vielleicht das eine oder andere Thema "aufdecken" :-)

Olga K. vor 5 Monaten

Ich bin damit einverstanden, dass die Informationen über die Traditionen besser präsentiert werden können.

Zum Beispiel kann es in einer Broschüre mit Informationen über Kanton/Kommune platziert werden. Also, Menschen, die gerade aus einem anderen Land oder Kanton bewegt, kann leicht in lokalen Büro de Bevölkerung zu finden.

Renate Albrecher vor 5 Monaten

In manchen Kantonen, so wie Vaud (http://www.patrimoine.vd.ch/traditions-vivantes/accueil/) , gibt es eine eigenes kantonales Inventar mit immateriellem Kulturerbe, welche auch gut bestückt ist. In anderen Kantonen gibt es sie, sie bleibt jedoch noch sehr leer .. und in manchen ist sie noch nicht eingeführt.

Diese Listen könnten tatsächlich aktiv/interaktiv werden - à la Stickerbuch (das ja hier bei den Ideen wo vorkommt, so wie andere tolle Spielideen) dann aktiv in den Alltag eintauchen.

Kilian T. Elsasser vor 3 Monaten

Während meines Studiums in den USA waren meine Frau und ich immer wieder mit unerklärlichen Phänomenen konfrontiert. Trotzdem schätzte ich das Fragen und Verstehen sehr. Es half auch mir mich und meine Kultur zu hinterfragen und schlussendlich noch mehr zu schätzen.

Frank Calberg vor 3 Monaten

Sehr interessant was du erzählst, Killian. Könntest du bitte 1 oder 2 Beispiele geben betreffend was du und deine Frau erfahren haben, und wie es euch geholfen hat deine Kultur zu hinterfragen und schlüssendlich mehr zu schätzen? Danke vielmals im Voraus.

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Da gibt es sicher einige Mentalitätsunterschiede zu den Schweizern - zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach, beim Wohnen und Arbeiten in diesen beiden Ländern!
Schon die Leichtigkeit des Vornamens und die schnell sich öffnende Tür zum Privaten sind in einer anderen Zeitskala zu erwarten. Man ist in den USA sehr schnell "Freund" (aber u.u. auch sehr schnell wieder aus den Augen und damit vergessen).

Durch das Konfrontiert-Sein mit anderen Mentalitäten lernt auch man viel über seine eigenen (unbewussten) Annahmen, Erwartungen und Verhaltensgewohnheiten.

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Karin von Lerber vor 4 Monaten

Ich finde Ihr Thema hervorragend. Wer erfand Trachten in ihrer starr festgeschriebenen heutigen Form? Woher kommt das Jass-Kartenspiel, die Lampions. Warum sind in Bern die Strassenschilder nach Quartieren bunt (weil Napoleon Orientierungsprobleme hatte) .... Einflüsse von Aussen sind allgegenwärtig und am besten sichtbar beim Essen. Die Pizza wurde schon erwähnt. Danach kamen Vientnamesische, Tamilisch-Indische Restaurants, Chinesische Restaurants haben sich in der Schweiz v.a. im hohen Preissegment angesiedelt, Tibetische Spezialitäten, Thailändisches Essen, und nun sind Döner und Fallafel angekommen. Alles Essen, das während meiner Jugendzeit noch nicht breit erhältlich war in der Schweiz - und trotzdem gibt es weiterhin Fondue und Raclette, Rösti und Polenta :-).
Ich glaube, in der Schweiz haben wir immer gerne das Essen unserer Mitbewohner aus anderen Ländern akzeptiert. Ansonsten scheint eher eine Ausgrenzungs- als eine Integrations-Tradition erkennbar, ausser, wenn man finanziellen Profit schlagen kann. Warenhäuser (und derzeit v.a. Kleidergeschäfte) sind meist relativ schnell darin, ihr Angebot den Kunden anzupassen.
Wie würden Sie dieses Thema verfolgen wollen?

Renate Albrecher vor 4 Monaten

Vielen Dank für Ihren sehr interessanten Kommentar, Frau von Lerber! Ja, beim Essen ist es aktuellerweise sehr gut nachvollziehbar, wie offen die Schweiz für die Einflüsse von aussen ist. Den Weg, den Sushi - das Luxusessen der Japaner, das sich dort auch nur wenige leisten können/wollen, und eine der schwierigsten Ausbildungen erfordert - vom Japanischen Gourmet-Essen bis zur Selbstbedienungsvitrine bei Coop/Migros zurückgelegt hat .. da ist schon auch die Schweizer Kunst der Integration erkennbar ;-) ... Und ja - alle Ihre Beispiele zeigen, wie sich in Infrastruktur, Wünschen und Zielen ein grosses Interesse an Einflüssen von aussen zeigt. Es wäre interessant zu forschen, ob denn Rösti und Polenta wirklich so schweizerisch sind .. es gibt verdächtig ähnliche Gerichte ausserhalb der Schweiz - als "hiesigte Tradition".
So wie in Oesterreich die "Kipferl" gibt (= Croissant) - etwas ur-oesterreichisches - angeblich auf die Belagerung von Wien durch die Türken zurückgeführt werden kann.

Es wäre interessant zu wissen, ob es schon Forschung dazu gibt, welche Strömungen in welchem Jahrhundert in der Schweiz Spuren hinterließen.

Oder: umgekehrter Forschungsansatz - die anerkannten Traditionen, aber auch materielles Kulturerbe, Architekturstile, etc. daraufhin untersuchen, von wo die Einflüsse herkamen. Sei es italienische Architektur, oesterreichische Musik, Portugisische Küche, englische Sitzgewohnheiten.. Was wurde von den Eidgenossen von Ihren Reisen heimgebracht, bzw. von Durchreisenden/Einreisenden/Verweilenden hiergelassen?

Anima007 vor 4 Monaten

Belle idée! A suivre!

Renate Albrecher vor 4 Monaten

Vielen Dank! - Merci!

Anima007 vor 4 Monaten

On a aussi intégré la tradition ;-)

Un angle innovateur!

Renate Albrecher vor 4 Monaten

Oui - c'est pas que les personnes qui seront intégrer ou pas. Aussi les valeurs, les traditions, les usances, la nourriture, la culture, l'architecture. Tout est connecté, est-ce qu'il y a quelque chose d'originaire purement helvétique? L'identité - elle se construit en échange, en importation et exportation des valeurs et idées ..

Elinat vor 4 Monaten

Oh - ein mutiges Projekt! Das geht tief - und bis an die Wurzel des eidgenössischen Selbstverständnisses - das öffnet die Augen und Ohren und Finger für die Gemeinsamkeiten! Was da wohl dabei herauskommen könnte - würde ich zu gerne wissen!

Renate Albrecher vor 4 Monaten

Danke für Ihren Betrag! Ja - alles ist eine Frage der Perspektive. ein Blick vom Tellerrand auf den eigenen Teller kann durchaus auch sehr bereichernd sein!

Cynthia Dunning Thierstein vor 3 Monaten

Il y a des traditions qui existent au delà de la Suisse, un patrimoine que l'on peut partager ... si on le connaît. C'est donc au professionnels du patrimoine de regarder au delà des frontières afin de rapprocher les nouveaux-venus (et ceux qui sont ici depuis plus longtemps) aux traditions locales en montrant similitudes et différences.

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Merci pour votre contribution. Oui, il y a toujours un interdépendance entre les pays, cantons. les traditions migrent aussi. Ils arrivent - ils seront adapté à la culture locale. Il restera un lien commun entre les pays. Un regard des experts sur ce lien serait très intéressant.

Paul Hollenstein vor 3 Monaten

Wir hatte Zeiten, da sind x tausende Schweizer wegen Hunger und Arbeitslosigkeit ins Ausland migriert. Auch ein Thema, welches heute ignoriert wird, wenn es um Immigration geht

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Ja - es gab immer eine Interdependenz. Diese emigrierenden Schweizer haben lokale Traditionen und helvetisches Wissen und Können exportiert. Jene, die zurück kamen, haben neues Wissen von "aussen" mitgebracht. So entwickelt sich die Menschheit weiter. Ein bewusster Blick auf diese Beziehungen kann durchaus verbindend wirken und den Blick auf Traditionen nicht durch Abgrenzung definieren, sondern durch das "Geworden sein"..

Katrin Rieder vor 3 Monaten

Tolle Idee, die m.E. unbedingt aufgenommen werden sollte. Jedoch nicht nur «historisch» (im Sinne von: was gilt heute als «schweizerisch», was eigentlich «importiert» wurde), sondern mit Bezug auf unsere heutige Gesellschaft: Wie bereichern die in den letzten Jahrzehnten in die Schweiz Zugezogenen mit ihren alten und neu geschaffenen Traditionen die kulturelle Vielfalt der Schweiz? Eine Ausweitung der «Liste der lebendigen Traditionen» (www. lebendige-traditionen.ch) um diesen Bereich, sei dies explizit auf der Liste oder mit spannenden Kulturprojekten diese Vielfalt erkunden und aufzeigen.

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Vielen Dank, Ihr Kommentar freut mich sehr!
Würde mich gerne mit Ihnen mehr darüber unterhalten. Werden Sie am 4. Mai zum Fest nach Bern kommen?

Ich wurde übrigens zu einem Blogartikel eingeladen - der gestern hier auf der Plattform erschienen ist. Er behandelt ebenfalls das Thema der Integration auf individueller Ebene - und das Verhältnis zum Kulturerbe. Ihre Rückmeldung auf diesen Artikel würde mich ebenfalls sehr interessieren!

Katrin Rieder vor 3 Monaten

Ich werde am 4. Mai in Bern sein, allerdings beginnt es um 18 Uhr und ich müsste dann wohl schon um 19:15 Uhr wieder weg … Sicher reicht dies, uns kennenzulernen und kurz auszutauschen! Falls die Idee weiterkommt, dann können wir uns ja kurzschliessen für nächste Schritte :)

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Mara Knorr vor 3 Monaten

Ist nicht das erste Stichwort, dass den Nicht-Schweizern wohl zur Schweiz einfällt - die Integration. Und es stimmt aber, die Schweiz hat eine grosse Tradition der Integration! Dem auf die Spur zu gehen und es ans Tageslicht zu holen, wäre eine wichtige Aufgabe für das Selbstverständnis und die Aussenwahrnehmung!

Renate Albrecher vor 3 Monaten

Vielen Dank für diesen Kommentar! Ja, das könnte das Selbstbildnis der Schweiz, aber auch die Aussensicht positiv beeinflussen!

Aixa Andreetta vor 3 Monaten

toll!
Es hat auch eine Zusammenhang mit meinem Projekt finde ich ;-) https://kulturerbefueralle.ch/post/473590

Kulturerbe für alle vor 2 Monaten

Diese Idee ist zur nächsten Phase fortgeschritten
Wahl durch Moderatorinnen und Moderatoren

Andreas Teuscher vor 2 Monaten

Diese Idee ist zur aktuellen Phase fortgeschritten

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